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Update 01.03.08
www.thewildflowers.com
Impressum
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Verliebt
in den Blues und in die Liebe
"Live im Stadtbad": Abschluss mit "Nadja Petrick
and the Wildflowers" - Erdige und handgemachte Musik
Was kommt dabei heraus, wenn hartgesottene Bluesmusiker verliebt
sind? Eine ausgiebige "Love-Song"-Session wie im zweiten
Teil des Auftritts von "Nadja Petrick and the Wildflowers"
am Samstag auf der Stadtbadbühne zum Abschluss des 14. Weidener
Kultursommers zum Beispiel.
Die Berliner Singer-Songwriterin machte bei ihrem zweiten Besuch
in Weiden - vor zwölf Jahren war sie bereits als Supporter
für Roger Chapman schon einmal hier - aus ihrer aktuellen
Gemütslage keinen Hehl. Unspektakulär, ohne große
Posen und Gesten auf ihrem Stuhl sitzend, ließ die Vollblutmusikerin
mit Gitarre und Mundharmonika ihre erdige und handgemachte Musik
für sich sprechen und überzeugte das zuweilen unruhig
wirkende Publikum im voll besetzten Stadtbad vollauf.
Nicht nur softe Töne
Das eingängige "Dance with you" oder das Plädoyer
für die altmodisch- romantische Liebe, "Red roses are
out of fashion", gefielen. Doch Nadja Petrick kann nicht
nur softe Töne anschlagen. Traditioneller Folk à la
Leadbelly wie bei "Only the leaves in the wind", im
Hillbilli-Style bei "Since you've been gone" zeigen
ihr variables Bluesverständnis ebenso wie "Rack me baby",
ein Track, für dessen ambitionierte Akkordwechsel sich die
in der Songwriterinnen-Szene der Hauptstadt längst etablierte
Künstlerin vorher bei Gitarrist Axel Rosenbauer entschuldigte.
Aber der Mann an der Steel Guitar, dessen Slides den Titeln Petricks
ebenso wie Thomas Baumgartes Kontrabass den gewissen Touch verliehen,
meisterte auch dies. Sie selbst ließ sich nicht einmal bremsen,
als sie beim "Tribute to Hank" ihre "Blues Harp"
falsch in die Halterung gesteckt hatte, und spielte die Soli einfach
"rückwärts".
Alles sehr bekannt
Klar, der ein oder andere im Publikum mag sagen, dass sich die
Eigenkompositionen der Berlinerin sehr bekannt anhören. Und
wirklich sind die Reverenzen der "Wildflowers" an die
Großen von Blues, Folk und Country wie Bob Dylan, Johnny
Cash und eben Hank Williams musikalisch und auch textlich überdeutlich.
Dazu hat sie noch eine Stimme mit hohem Wiedererkennungswert,
klingt sie doch wie Janis Joplins jüngere - aber stimmlich
nicht ganz so überdrehte - Schwester. Vielleicht kam sie
gerade deshalb, um nicht in eine Schublade gesteckt zu werden,
dem Wunsch nach einem "Janis-Cover" nicht nach, wenngleich
es am Schluss dann doch noch einen kleinen "Joplin-Kompromiss"
gab. Mit ihrem emotionalen "Too much liquor" besang
Nadja Petrick ganz im Joplin-Stil die etwas andere, nämlich
unglückliche Seite der Liebe und rundete einen gelungenen
Abend ab.
Der Neue Tag 31/7/06
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Ein Hauch von Janis
Joplin
Sommerfahrplan 2001 am Püttlinger Bahnhof: Diesmal mit Nadja Petrick
Von den verrauchten Clubs der Metropole Berlin in die unverbrauchte
Luft am Püttlinger Bahnhof kam am Samstag Nadja Petrick
mit den "Wildflowers" zum Konzert unter freiem Himmel.
- Von BEATRIX HOFFMANN -
Die Lieder fliegen ihr nur so zu, und sie hat
das Feeling dafür, was ein Song werden könnte. Gegen
die Techno-Ära schreibt und singt Nadja Petrick an. Im
Duo, zusammen mit dem Gitarristen Axel Rosenbauer, trfft man
sie in kleinen verrauchten Clubs "in der Stadt, wo der
Blues am tiefsten sitzt". Jetzt fischte der künstlerische
Leiter des Saarbrücker Kulturforums die Songwriterin mit
der aufregenden Stimme aus dem Internet, lud sie mit großer
Band zu Openair-Konzerten ans Saarbrücker Schloß
und den Püttlinger Bahnhof.
Und dann geht es auch schon los: Lässig und konzentriert,
ganz ohne große Show, steht sie mit ihrer Gitarre hinterm
Mikro. In Jeans und Folklorewestchen schaut Nadja Petrick aus,
als sei sie gerade einem der alten Waggons entstiegen, mache
nur eben mal ein paar Lieder lang Station. Androgyn, sensibel
und verletzlich wirkt die Charlottenburgerin mit dem raspelkurzen
Haar. Sie ist ganz Stimme. Geheimnisvoll und zerstörerisch
klingen die Lieder, ziehen das Publikum in Bann (...) Man (er)lebt
mit, wird Mitwisser, taucht in die brüchige Atmosphäre
der Großstadt Berlin ein. Die Melancholie wird greifbar,
seltener die heitere Seite, manchmal die Ironie und öfter
noch der Irrsinn dieser modernen Lovesongs. Sie singe ein bißchen
wie Janis Joplin, meint einer. Und Nadja sagt später: Die
Leute fühlen sich immer gern erinnert. Das mache das Zuhören
leichter. Sie habe immer nur für die Musik gelebt, erzählt
sie, manchmal auch Jobs wie Taxifahren zum Überleben gemacht.
Vor zehn Jahren gab es einen Plattenvertrag mit Peter Gabriel.
Einladungen zu Festivals folgten. Von Seattle bis Austin tourte
sie mit ihrer Band, den "Wildflowers", sang beim SouthbySouthwest-Festival
in Austin. Die neuen CDs, auch zwei reine Akkustik-Aufnahmen
sind darunter, gibt es nur exklusiv im Internet (...)
SZ 30/7/01
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Melancholischer
Irrsinn Nadja Petrick & The Wildflowers
am Kulturbahnhof in Püttlingen. Mit rauchiger Bluesstimme
und einem ungeschminkten Auftreten zog die Berlinerin das Publikum
in ihren Bann.
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Eine
unpolierte, wilde, behutsame Schönheit
Nadja
Petrick konnte beim Konzert in Püttlingen über 350 Zuhörer
überzeugen
Man muß nicht Faithfull heißen, um es
zu sein. Wobei Stones-Gespielin Marianne Faithfull zu ihren Glanzzeiten
die verführte Unschuld wohl mehr mimte als war. In ihrer
Stimme, welche ihre Tonmeister aus unerfindlichen Gründen
stets in einem seltsam unterwürfigen Wisperton auf die Matritze
bannten, lag ein gewisses Etwas. Eine mühsam gezügelte
Ungeduld etwa, der eine aus Vermarktungsgründen aufgekleisterte
Jungfräulichkeit gegenüberstand. Da wirkt die Stimm-
und Stimmungslage von Nadja Petrick deutlich weniger gebrochen.
Dennoch liegt auch in ihrem Gesang, neben einer eher zurückhaltenden
Behutsamkeit, eine unpolierte, wilde Schönheit. Zu visualisieren
am ehesten vielleicht mit der Vorstellung eines Schwarmes Graugänse,
der sich hochdroben zur Abreise formiert. Nadja Petrick und ihre
Wildflowers pflegen einen klaren, durchschaubaren Stil, Folkrock
zu spielen. Beeinflußt sicherlich durch Altvater Dylan und
entlang der intelligenten Innovationsfähigkeit einer Suzanne
Vega. Nadja Petrick, die Sängerin mit dem klangvollen Namen
und dem unzähmbaren Knabenschopf, besticht außerdem
durch ihre meisterlichen Fähigkeiten auf der Bluesharp. Und
prächtig Gitarre spielen kann sie außerdem. Die Musik
dieser Formation geht sofort angenehm ins Ohr, es gibt keine Ausschläge
in nervtötende Soundgefilde. Ruhig, warm, zauberhaft, beileibe
aber nicht plätschernd (...)
Für ungläubiges Staunen sorgte am Samstag auch Bassist
Kai Wiegert. Der nämlich stand mit einer sonderbaren instrumentellen
Mutation auf der Bühne. Das Teil, wie aus einem Popeye-Comic
ausgeschnitten, sah aus wie ein aufblasbares Spielzeug in Form
einer Geige, in das man Wasser gepreßt hat. Oder wie ein
Kirmesballon in Kontrabaßgestalt, mit zu wenig Luft. Seinen
Zweck jedenfalls erfüllte das obskure Objekt in überzeugender
Weise. Weil ihm ein "richtiger" akkustischer Baß
auf Konzertreisen zu sperrig ist, baute der Musiker sich das ulkige
Gerät mit dem überlangen Stachel selbst. Und es funktioniert
bestens, wie auch die Instrumente und das Spielvermögen der
Kollegen Axel Rosenbauer (g), Johannes Fuchs (p) und Christian
Stengert (d) (...)
KA 30/7/01
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PLATTEN
BERLINER
NEUHEITEN
NADJA
PETRICK & THE WILDFLOWERS
Down
In The Groove (TNT Records):
Berlin, 1999. "Unser Dylan heißt Nadja Petrick"
- und sie nutzt den frisch erhaltenen Ruhm durch Detlev Bucks
Film "Liebe Deine Nächste", indem sie häppchenweise
ihre im Underground bereits kursierenden "Subterranean
Homesick Tapes" offiziell ans Tageslicht läßt.
Hier sind´s drei gleich starke Urban Folk Songs, die durch
eine äußerst stilversierte Verquickung von gesampelten
und echten Instrumentalkängen und Nadja Petricks Gänsehautstimme
internationales Format erreichen.
tip 1999
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Nadja
Petrick
Bluesige
Folkrock-
Lokalmatadorin
Hört
man Nadja Petricks ausdrucksstarke Stimme, werden sofort Erinnerungen
an die Hoch-Zeiten des erdigen, wahren und handgemachten Rock
und Blues wach - von Janet Joplin über Bob Dylan bis zu
Marianne Faithfull. Die Singer/Songwriterin kommt ohne Posing
aus, läßt dafür ihre Musik sprechen oder, wie
bei ihren aktuellen Auftritten mit den Wildflowers, frühe
Stücke Bob Dylans.
tip
2001
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Tagestip
Ende
Mai feierte His Bobness seinen 60. Geburtstag. Zwar geisterte
der grantige Songwriter schon durch alle Medien, doch für
das Matto ist heute die Zeit gekommen, den großartigen
Musikpoeten mit einer Hommage zu würdigen. Die Wildflowers
laden zum Trip durch Dylan´s frühere Jahre, als der
Barde noch Songs allein zur Gitarre und Mundharmonika komponierte
und sang. Und wer kann die Klassiker besser interpretieren als
die am heutigen Abend mit der Band auftretende, zurecht hoch
gelobte Nadja Petrick. Die Sängerin überzeugte auf
der Tour mit Roger Chapman und verblüffte das verwöhnte
amerikanische Publikum beim renommierten SouthbySouth-
west-Festival in Austin, Texas.
tip
2001
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